LocationBaseServices

Location Based Services

Location Based Services, oder auch standortbezogene Dienste sind eigentlich nichts wirklich Neues. Hervorgerufen durch die Möglichkeit vieler Endgeräte, per GPS den Standort bestimmen zu können, sind viele verschiedene Dienste dafür entwickelt worden. Neu ist jedoch die Anwendung solcher Dienste in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung.

AugmentedRealityKleinDie ersten standortbezogenen Dienste fanden mit den Navigationsgeräten in Autos eine weite Verbreitung. In Form von POIs (Points of Interest) leiten Sie den Benutzer zu interessanten Sehenswürdigkeiten, Tankstellen oder Restaurants. Die Anzahl der Geräte, die über GPS verfügen und damit den Standort des Benutzers bestimmen können, nimmt stetig zu. Reine GPS Geräte dienen Outdoorfans, Wanderern und auch Seglern als moderner Kompass. Diese Geräte könne aber nicht viel mehr, als anhand der Satellitensignale den Standort zu bestimmen. Daraus hat sich das Geocaching entwickelt, eine moderne Form der Schnitzeljagd.

Fast jedes moderne Handy und eigentlich jedes Smartphone, wie etwa das iPhone von Apple oder eines der vielen Geräte mit Android als Betriebssystem, haben GPS zur Positionsbestimmung integriert. Das besondere an diesen Geräten ist, dass sie neben der Ortsbestimmung noch weitere Funktionen haben. Smartphones besitzen in der Regel auch eine Kamera, leistungsfähige Displays und einen Kompass zur Bestimmung der Blickrichtung (was mit GPS nur funktioniert, wenn man sich bewegt) integriert. Abgeschlossen werden die Möglichkeiten nicht nur durch einen vorhandenen mobilen Internetzugang, sondern dadurch, dass dieser auch zunehmend bezahlbar wird.

Anwendung in der Bildungsarbeit

Für die Bildungsarbeit bieten Location Based Services viele interessante neue Möglichkeiten. So lassen sich etwas Listen mit eigenen POIs erstellen. Diese Listen lassen sich als Erweiterung der klassischen Bildungsarbeit, also mit Seminargruppen in organisierten Veranstaltungen einsetzen. Sie bieten aber auch die Möglichkeit, ein Setting zu schaffen, das von unorganisierten Interessenten genutzt werden kann. Diese Settings bieten die Möglichkeit zu selbst organisiertem Lernen, bei Bedarf auch in Kombination mit klassischen Seminarumgebungen.

Beim traditionellen Geocaching werden kleine Schätzer versteckt und die Position im Internet veröffentlicht. Andere könne sich diese Positionsangaben aus dem Internet suchen und sich mit einem GPS-Gerät zu dem Ort führen lassen. Wird dort der Schatz gefunden, der in der Regel aus einer kleinen Dose besteht, können sich die Finder dort in ein Logbuch eintragen, um ihren Erfolg so zu dokumentieren.

Für die Bildungsarbeit kann man nun solche Listen mit Ortsangaben selbst erstellen. An den angegebenen Stellen erwarten den Finder dann etwa weitere Informationen in Form von Denkmälern, Hinweistafeln, öffentlichen Orten oder etwas Personen, die die Finder in Empfang nehmen und mit einer Erzählung oder einer Führung auf eine weitere Reise mitnehmen.

Eine Fortführung der Location Based Services und eine Ergänzung um multimediale Inhalte und Inhalte aus dem Web 2.0 ist die Augmented Reality (erweiterte Realität). Hierbei wird die Möglichkeit von Smartphones genutz, Information über einen mobilen Internetzugang zu holen und auf hochwertigen Displays anzuzeigen.